Gezieltes Rotwildmanagement

Aussaat und Pflege von Wildäckern
8. April 2022

Gezieltes Rotwildmanagement

Vor gerade mal zwei Jahren wurde ein 350 Hektar großes Heideplantagegebiet in Süddänemark von einer kleinen Gruppe erfahrener Jäger übernommen. Die Plantage hatte jahrelang den Ruf, “der Wald ohne Wild” zu sein – ein Gebiet, in dem sich schlichtweg kein Wild niederließ.

Doch mit einer klaren Vision und einem einfachen Motto “Frieden und Brot”, Die Gruppe setzte sich daraufhin dafür ein, die Entwicklung zu ändern. Das Ziel war ehrgeizig: Lebensraum für Damwild zu schaffen und langfristig ein nachhaltiges Jagdrevier zu etablieren, in dem das Wild gedeihen würde.

Dialog und Zusammenarbeit als Fundament

Von Anfang an legte die Gruppe Wert auf Zusammenarbeit. Sowohl der Waldbesitzer als auch der Forstwart wurden in die Pläne einbezogen, und von Anfang an herrschte Einigkeit darüber, dass die Verwaltung auf einem ausgewogenen und langfristigen Denken beruhen sollte.

  • Fred: Die Jagd sollte minimal sein. Das Rotwild sollte sich in Ruhe im Gebiet aufhalten können.
  • Futter: Das Nahrungsangebot des Wildes sollte durch neue Maßnahmen im Gelände deutlich verbessert werden.

Professioneller Ansatz zu Wildkameras

Mit Unterstützung von Faunamaster wurde die Plantage gründlich inspiziert. Ziel war es, das Gelände optimal zu nutzen und attraktive Wildäsungsflächen zu schaffen, auf denen das Wild ungestört äsen konnte und die als feste Sammelpunkte für das Rotwild dienten.

Nach sorgfältiger Überlegung fiel die Wahl auf:

  • Faunamaster Boost – eine Mischung, die eine hohe Futterqualität mit vielen Futtereinheiten sicherstellt.
  • Faunamaster Forest Recovery – zielgerichtet auf Rotwild und zur Ansiedlung in Waldgebieten, in denen die Boden- und Nährstoffverhältnisse die Etablierung besonders anspruchsvoll machen.

Der Boden wurde nach Vorschrift bearbeitet, kalkt und gedüngt, im Frühjahr 2025 und über den Sommer hinweg standen die Blühstreifen als grüne Oasen inmitten der Heideplantage bereit.

Die Ergebnisse ließen nicht auf sich warten.

Schon im selben Jahr kam die Belohnung. Das Rotwild begann, in das Gebiet einzudringen, und in kurzer Zeit wurde registriert, dass sich mehrere Rudel dauerhaft im Wald aufhielten, die ansonsten nur als durchwandernd gesehen worden waren.

Nach nur zwei Jahren gezieltem Management sind die Ergebnisse spürbar:

  • Das Wohlbefinden und die Verweildauer der Tiere im Wald haben sich von Streunerei zu Daueraufenthalt geändert. 
  • Mehrere Hindernisse haben die Kälber in den Wald gebracht.
  • Die Plantage hat in Rekordzeit ihren Ruf von einem “Wald ohne Wild” zu einem attraktiven Rothirschrevier gewandelt.
  • Starke Hirsche wurden im Revier durch selektiven Abschuss erlegt, alle reifen Hirsche mit mehr als 12 Enden. 

Lernen für andere Verwalter und Jäger.

Der Erfolg des Heideaufforstungsprojekts in Jütland ist ein Paradebeispiel dafür, wie gezielte Bewirtschaftung eine Region verändern kann. Die Kombination aus Schutz, Nahrung und Zusammenarbeit hat sich als Schlüssel erwiesen.

Die Geschichte zeigt, dass sich selbst Gebiete ohne Tradition für starke Bestände zu attraktiven Lebensräumen entwickeln können – wenn man langfristig denkt, in die Nahrungsgrundlage investiert und dem Wild die Ruhe gönnt, die es braucht.

In diesem Fall war der Ausgangspunkt Damhirsch, aber der Managementplan kann für alle Hirsche verwendet werden